(since 2026)
realism
Transit emerged from observing an everyday paradox: never before have so many people been travelling at the same time, yet rarely have they seemed so alone.
Railway stations are among the most dynamic public spaces of contemporary life. They are places of arrival and departure, where thousands of individual stories intersect each day. At the same time, they have become environments in which attention is increasingly directed elsewhere. Travellers stare at their mobile phones, wear headphones, and move through these shared spaces while remaining absorbed in their own digital realities. Orientation, communication, and even the simplest questions are now answered by the small screen in the palm of the hand—silent, immediate, and seemingly effortless.
The large-scale acrylic paintings portray the railway stations of Karlsruhe, Frankfurt am Main, Paris (Gare de l’Est), and Berlin with almost photographic precision. Yet their realism is not intended merely to document architecture. Instead, it draws attention to the subtle transformation of human behaviour and perception. The stations become stages on which a distinctly contemporary condition unfolds: physical proximity no longer guarantees shared experience, and constant digital connection increasingly replaces a conscious awareness of place.
Transit invites viewers to reconsider the spaces they move through every day. It reflects on how digital technologies have reshaped the experience of travel and asks what it means to be constantly connected while becoming ever more detached from the immediate world around us.


Diese Werkserie entsteht aus der Beobachtung eines alltäglichen Phänomens: Noch nie waren so viele Menschen gleichzeitig unterwegs – und doch scheint jeder in seiner eigenen Welt zu reisen.
Bahnhöfe gehören zu den lebendigsten öffentlichen Räumen unserer Zeit. Sie sind Orte der Begegnung, des Abschieds und des Aufbruchs, an denen sich täglich tausende Geschichten kreuzen. Gleichzeitig sind sie zu Räumen geworden, in denen die Aufmerksamkeit zunehmend nach innen gerichtet ist. Reisende blicken auf ihre Mobiltelefone, tragen Kopfhörer und bewegen sich durch den öffentlichen Raum, ohne ihn wirklich wahrzunehmen. Die Orientierung übernimmt der Bildschirm in der Hand – lautlos, präzise und jederzeit verfügbar.
Die großformatigen Acrylgemälde zeigen Bahnhöfe in Karlsruhe und Frankfurt am Main mit nahezu fotografischer Genauigkeit. Paris und Berlin werden noch folgen. Doch der Realismus dient nicht allein der dokumentarischen Darstellung der Architektur. Er lenkt den Blick auf das Verhalten der Menschen und auf die stille Veränderung unserer Wahrnehmung. Die Bahnhöfe werden zu Sinnbildern einer Gegenwart, in der physische Nähe nicht zwangsläufig Gemeinschaft bedeutet und digitale Vernetzung den unmittelbaren Bezug zum Ort zunehmend ersetzt. Die Serie versteht sich als Einladung, den öffentlichen Raum neu zu betrachten. Sie fragt danach, wie sich unsere Art des Reisens verändert hat und welche Folgen es für unser Erleben hat, wenn wir zwar ständig verbunden sind, den Moment und den Ort jedoch immer seltener bewusst erfahren.
