heart engines

(2008)

expressive realism

Throughout the series, the heart is examined as a functional organ and as a site of vulnerability and endurance. Clinical knowledge and lived experience converge, allowing scientific precision to coexist with emotional resonance. The paintings oscillate between representation and abstraction, reflecting both control and exposure.

Heart Engines (2008) emerged from an intense period marked by two intersecting experiences: my professional work in medical technology and a deeply personal, traumatic bicycle accident. These circumstances gave rise to an extensive series of anatomical images of the human heart.

By the end of the series—after twelve paintings, most of them large-scale—the heart is no longer depicted as a distinct organ. What remains is a sequence of open tubes, suggesting dissolution, continuation, and the persistence of flow beyond recognizable form.

“Arcus aortae” (2008), 120x100cm, acrylic on canvas

Heart Engines entstand 2008 aus dem Zusammentreffen zweier prägender Erfahrungen: meiner beruflichen Tätigkeit in der Medizintechnik und einem schweren Fahrradunfall, der mein Leben unerwartet unterbrach. Aus dieser Verbindung von wissenschaftlicher Nähe und persönlicher Erfahrung entwickelte sich eine umfangreiche Werkserie anatomischer Darstellungen des menschlichen Herzens.

Im Mittelpunkt der Serie steht das Herz zugleich als hochkomplexes Organ und als Sinnbild menschlicher Verletzlichkeit und Widerstandskraft. Medizinisches Wissen und biografische Erfahrung begegnen sich in den Gemälden auf Augenhöhe. Anatomische Präzision verbindet sich mit emotionaler Intensität, während die Bilder zwischen gegenständlicher Darstellung und zunehmender Abstraktion oszillieren. Sie erzählen von Kontrolle und Kontrollverlust, von Stabilität und Fragilität – und von der schmalen Grenze zwischen beiden.

Mit dem Fortschreiten der Serie verändert sich auch die Bildsprache. Nach zwölf, überwiegend großformatigen Acrylgemälden auf Leinwand löst sich das Herz als eindeutig erkennbares Organ allmählich auf. Zurück bleibt ein Geflecht geöffneter Röhren – ein Bild für Auflösung und Transformation, zugleich aber auch für Kontinuität. Was fortbesteht, ist der Fluss: als biologisches Prinzip ebenso wie als Metapher für Leben, Erinnerung und Veränderung.