germination cycles

(2007-2026)

expressive abstractions

Germination Cycles began in 2007 with a familiar longing at the end of winter: the desire to imagine spring and its promise of sprouting, shooting, and emerging life. What initially stemmed from this seasonal impulse gradually evolved into an exploration of diverse forms of germination, growth, and mysterious processes of encapsulation.

Over time, the works moved beyond literal references to nature and entered more ambiguous territories. Color plays a shifting role within the series—at times enhancing a sense of the unexpected and the enchanting, at other times working against it, introducing tension and resistance. These contrasts open space for uncertainty and transformation.

The series remains ongoing. Its development is not predetermined but unfolds organically, much like the processes it reflects. I continue to observe its progression with curiosity, allowing the work to grow, change, and surprise me.

Germination Cycles entstand 2007 aus einem vertrauten Gefühl gegen Ende des Winters: Der Sehnsucht nach dem Frühling und nach den ersten Zeichen neuen Lebens. Das Erwachen der Natur – Keimen, Wachsen und Hervortreten – bildete den Ausgangspunkt einer Werkserie, die sich nach und nach von der unmittelbaren Naturbeobachtung löste und zu einer eigenständigen Bildsprache fand.

Im Zentrum der Gemälde stehen Prozesse des Werdens und der Verwandlung. Keimung, Wachstum und rätselhafte Formen der Verkapselung erscheinen nicht als botanische Phänomene, sondern als Sinnbilder für Veränderung, Entwicklung und das verborgene Potenzial des Lebendigen. Die Bilder bewegen sich zwischen organischer Assoziation und freier Abstraktion und lassen bewusst Raum für unterschiedliche Lesarten.

Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Farbe. Mal verstärkt sie den Eindruck des Überraschenden und nahezu Magischen, mal setzt sie ihm Widerstand entgegen und erzeugt Spannung. Aus diesem Wechselspiel entstehen Bildräume, in denen Gewissheit und Ungewissheit, Bewegung und Ruhe gleichermaßen präsent sind.

Germination Cycles ist eine fortlaufende Werkserie. Ihre Entwicklung folgt keinem vorgefassten Konzept, sondern entfaltet sich organisch – ähnlich den natürlichen Prozessen, auf die sie Bezug nimmt. Jeder neue Zyklus eröffnet weitere Möglichkeiten, sodass die Serie bis heute wächst, sich verändert und auch mich immer wieder überrascht.